Vorbereitungslehrgang zur Brauchbarkeitsprüfung
Vorbereitungslehrgang zur Brauchbarkeitsprüfung
JGV Rhön-Vogelsberg e. V.
Am 29. März 2025 fiel der Startschuss für den Vorbereitungslehrgang zur Brauchbarkeitsprüfung (BP) des JGV Rhön-Vogelsberg e. V. – und damit für eine spannende, lehrreiche und nicht selten auch sehr unterhaltsame Zeit für unsere Hundeführer und ihre vierbeinigen Jagdhelfer.
Zum Auftakt gab es zunächst eine ausführliche Einführung in die Fächer und Anforderungen der Brauchbarkeitsprüfung sowie einen Überblick über den geplanten Lehrgangsablauf. Schnell wurde klar: Fragen gab es viele – und das ist auch gut so!
Unter anderem ging es um:
- den Ablauf der Brauchbarkeitsprüfung,
- die Leistungen, die von den Hunden erwartet werden,
- die notwendigen Voraussetzungen
- und natürlich um den Lautnachweis für die „Nachsuche auf Schalenwild“.
Fragen über Fragen – doch genau dafür ist ein Vorbereitungslehrgang da. Gemeinsam wurden Unsicherheiten abgebaut und die anfängliche Nervosität vor der BP ein gutes Stück kleiner.
Bis zur Prüfung traf sich die Gruppe im Revier Marbach (Hessen-Forst) zu insgesamt 20 Übungseinheiten, jeweils zwei bis drei Stunden pro Woche.
Zunächst stand der Gehorsam auf dem Programm – für manche Hundeführer eine echte Herausforderung. Kein Wunder, denn unsere Gruppe bestand aus unterschiedlichen Jagdhunderassen, und wie jeder weiß: Charakter und Temperament gibt es in allen Varianten.
Nach dem Gehorsam folgten die ersten Übungsfährten. Diese wurden anfangs bewusst kurzgehalten, um den Hundeführern zu zeigen, wie der Hund korrekt am Anschuss angesetzt wird und worauf besonders zu achten ist. Ruhe war hier das Zauberwort – und die mussten sowohl Mensch als auch Hund erst einmal lernen. Nicht jeder Vierbeiner war sofort davon überzeugt, dass nicht sein eigenes Tempo entscheidet.
Getreu dem Motto:
„Nicht Schnelligkeit zählt, sondern konzentrierte und zielstrebige Arbeit – denn unser Ziel ist es, krankes Wild schnell von seinem Leiden zu erlösen.“
Ein weiterer wichtiger Punkt war das Lesen des Hundes:
Was zeigt er? Wie verhält er sich? Lässt er sich durch Verleitungen wie frische Trittsiegel ablenken? Arbeitet er sauber mit der Nase? Zeigt er Verweiserpunkte wie Schweißtropfen an?
Hierfür wurden unzählige Schweißfährten mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden gearbeitet.
Zwischen den Übungseinheiten stand für einige Teilnehmer noch ein wichtiger Termin an:
Da der Lautnachweis Voraussetzung für die Nachsuche auf Schalenwild gemäß BPO Hessen ist, wurde das Sauengatter in Meiningen besucht, wo dieser mit Unterstützung von zwei Verbandsrichtern erfolgreich absolviert werden konnte.
Im Fokus stand die Ausbildung von Jagdhund und Führer als eingespieltes Team – und auch das gesellige Miteinander kam nicht zu kurz. Gute Gespräche, gemeinsames Lachen und viele schöne Momente prägten die Übungstage. Der Spaß an der Arbeit – mit Hund und unter Gleichgesinnten – stand stets im Vordergrund.
Zur Brauchbarkeitsprüfung im September 2025 konnten die Teilnehmer schließlich zeigen, was sie gelernt hatten – und setzten ihre Vorbereitung mit Erfolg um.
Ein gelungener Lehrgang, der einmal mehr bewiesen hat: Mit Teamarbeit, Geduld und einer Portion Humor kommt man ans Ziel.

