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Volker
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Volker2023-12-15 15:28:592023-12-15 15:35:25SMS-Kommunikationsplattform der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg
1. Vorsitzender
Dr. Rudolf Leinweber
Tel.: 0661 – 250 880
E-Mail: vorsitzender@jgv-rhoenvogelsberg.de
Wachsam bleiben – irre Welt
Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Jägerinnen und Jäger,
die Überarbeitung der Schalenwildrichtlinie ist weitest gehend gelungen und mit ihr sollten passgenaue Lösungen für eine nachhaltige und waldverträgliche Bejagung des hessischen Schalenwildes möglich sein. Die mit der Richtlinie den Hegegemeinschaften an die Hand gegebenen Handlungsspielräume gilt es durch diese umzusetzen. Die Flexibilität in der Abschussplanung, solange die Verbiss- und Schälschäden unter den festgelegten Grenzwerten bleiben, gilt es zu nutzen. Nur so wird eine stärker an lokale Gegebenheiten angepasste Bewirtschaftung der Wildbestände gewährleistet. Die Vorgaben für die Waldbewirtschaftung durch die Zertifizierungen machen die Aufgaben allerdings nicht leichter. Die neu enthaltene Bestimmung zur Abschussplanung in den Wanderkorridoren zwischen den Rotwildgebieten, die den genetischen Austausch fördern und möglich machen soll, liegt auch in unseren Händen. Hier treten wir noch auf der Stelle und die Umsetzung fällt auf allen Ebenen schwer. Eine damit einhergehende Ausweitung der Rotwildgebiete ist von der Obersten Jagdbehörde keinesfalls gewollt. Ein verträgliches Miteinander für ein ganzheitliches Wildtiermanagement von Flur, Wald und Wild fordert, um einen gerechten Interessenausgleich zu finden, Verständnis auf allen Ebenen. Natürlich klingt dies erstaunlich vertraut, leider geht die teilweise noch ideologisch geprägte Ministerialbürokratie den eingeschlagenen Weg nicht immer so mit, wie wir uns das wünschen.
Unsere Jagd ist im Wandel. Natürlich mag dies nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Wir müssen aber weiter wachsam bleiben. Die heutige Jägerschaft mit ca.480.000 Jagdscheininhabern in Deutschland legt den Focus stärker auf die Bejagung des Schalenwildes, als dies früher der Fall war. Die Niederwildjagd dagegen hat einen stetig geringeren Stellenwert. Jagdliche Kompetenzen und Brauchtum gehen zwangsläufig verloren, weil die Notwendigkeit dafür nicht mehr besteht. Niederwildhege ist häufig nur noch eine Begrifflichkeit, deren Bedeutung schwindet. Der Vorstehhund und auch unsere Erdhunde werden weniger gebraucht. Nicht zuletzt leidet unser Brauchtum. Die Bejagung von Raubwild und Raubzeug spielt in vielen Revieren oft eine untergeordnete oder gar keine Rolle mehr. Durch die immer größeren landwirtschaftlichen Schläge schwinden Brachen, Hecken, Altgrasstreifen und somit elementarer Lebensraum. Alles muss schneller und hochmaschinell gehen.
Unsere Jagd auf Schalenwild beginnt vielerorts schon am 1. April. Wenn wir bei jeder Gelegenheit Druck machen, müssen wir uns über unsichtbare Rehe nicht wundern. Mit dem Rotwild verhält es sich nicht anders. Wir haben nicht nur den Focus auf die Abschusspläne zu richten. Handwerk ist auch, Wild sichtbar und vertraut zu halten, dessen Bedürfnisse zu achten und gleichwohl den Abschuss zu erfüllen. Dies braucht Zeit, keine Technik, den Lebensraum gestalten und kluges jagdliches Verhalten. Jagddruck, durch ständiges Umherschleichen, schießen bei Tag und Nacht, zählen sicher nicht dazu.
Wir müssen unsere jungen Jäger und Jägerinnen an die Hand nehmen und ihnen die Wertschätzung des Wildes nahebringen. Nur so kann eine Verrohung und Abwertung des Wildes als Schädling vermieden werden. Die Schädlingsdenke kann auch darin gipfeln, dem Wild keine ordentliche Nachsuche mehr angedeihen zu lassen. Ja, unsere Jagd und auch unsere Welt ist schwierig geworden. Objektive Wahrheiten scheint es nicht mehr zu geben. Die künstliche Intelligenz kann heute
alles so verändern oder erschaffen, dass der Betrachter kaum noch glauben kann, was er in der medialen Welt sieht. Unsere Jagd wirkt in diesem Umfeld wie eine letzte Bastion der analogen, menschlichen Welt. Der Jäger oder die Jägerin kann sich zwar technisch hochrüsten, doch am Ende zählt das persönliche Erleben, die Erfahrung und das eigene, richtige Handeln. Die Welt von Instagram und Tiktok macht nicht nur einsam, sie legt Filter über die Wirklichkeit, die uns und unseren Kindern psychisch nur schaden. Auf der Jagd zählt letztlich das Handwerk – das Tun, das Wissen, das Verstehen – Influencer, die auf Drückjagdböcken stehen und unqualifizierte, unsägliche Kommentare übererschöpfte Jagdhunde abgeben, gehören sicher nicht in unsere Reihen, sie schaden uns nur. Daher: Nehmen Sie sich nicht nur Zeit bei der Jagd, sondern auch beim Lesen unserer 13. Vereinsnachrichten, die Sie jetzt in den Händen halten. Wir laden Sie nicht nur zu unserer Jahreshauptversammlung, sondern auch zu den vielfältigen Veranstaltungen unseres Vereins ein (Seite 10).
Unserem Bläserchor danken wir herzlich für das Engagement nicht nur in Freud und Leid. Es lebt Brauchtum und pflegt dieses Kulturgut. Wir gratulieren zu dem hervorragenden Ergebnis am Landeswettbewerb bei der erstmaligen Teilnahme auf Schloss Fasanerie (Seite 19).
Den Jungjägerinnen und Jungjägern (Seite 20) gratulieren wir zum bestandenen grünen Abitur. Waidmannsheil! Wir hoffen, dass wir Sie alle, im Anschluss an unserer Hubertusmesse, mit dem Jägerschlag in unsere Reihenaufnehmen können.
Unseren Jagdschützen (Seite 23) gratulieren wir zum Hessenmeistertitel mit der Mannschaft und Christian Janka zum Hessenmeister mit der Büchse. Unserem Mitglied Harald Wellmann sei herzlich zum Bundessieger mit der Flinte gratuliert (Seite 23). Der Jägerstammtisch unseres Vereins feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen (Seite 27) und auch die Falknerei nimmt wieder einen Platz in unseren Vereinsnachrichten ein (Seiten 28-31).
Die Hubertusmesse ist für die, die dabei waren, „Gänsehaut pur“! Sie spiegelt Tradition & Moderne wider (Seite 33). Bekanntermaßen ist Jagd ohne Hund Schund und die Hundeleute sind mit ihren Vierbeinern die maßgeblichen Säulen des Jagderfolges. Dies gilt für alle Jagdarten (ab Seite 40). Wissenswertes lesen sie zur Wesens-Entwicklung des Junghundes im ersten Lebensjahr, ein Vorgeschmack auf unser Jagdforum am 19. November (ab Seite 47) . Das Jagdforum bei der Firma Sorg Premium Cars hat Tradition. Es war auch im letzten Jahr wieder ein voller Erfolg (Seite 53).
Unser Kreisjagdberater berichtet (ab Seite 57) umfänglich über die Notwendigkeit des Wildtiermonotoring. Die Fangjagd ist ein wesentlicher Bestandteil der Niederwildhege. Wir bieten daher einen informativen Fangjagdlehrgang an, der sich nicht nur an Jäger richtet (Seite 61).
Was ist Nachhaltigkeit? Was ist das? Wen betrifft das? Kann man nachhaltig jagen? Lesen Sie dazu einen interessanten Beitrag (ab Seite 64) Eigentlich selbstverständlich oder doch nicht? Wichtige Informationen für Jagdpächter lesen Sie auf Seite 67. Allemal interessant und Eindrucksvoll ist die Schilderung der Erlebnisse mit dem „schönsten Vogel“ der Welt(ab Seite 69).
Auf Seite 73 wird uns die „Jägersprache“ näher gebracht und über den Verlauf der ASP in Südhessen können Sie sich für das vergangene Jahr informieren (ab Seite 74).
Dem Vorstand hat die Vereinsarbeit auch im vergangenen Jahr viel Freude gemacht. Natürlich wünschen wir uns, dass Sie unserem Verein auch weiterhin treu verbunden bleiben und sich aktiv bei der Mitgliederwerbung, insbesondere derer, die ihr grünes Abitur nicht bei uns abgelegt haben, engagieren. Mit der Mitgliedschaft tragen Sie dazu bei, das Jagdausübungsrecht zu erhalten, die Belange des Wildes, der Jagd und der Natur offensiv zu vertreten und damit auch sichtbar zu
machen. Auch wenn man keine Zeit hat aktiv mitzuarbeiten, die reine Mitgliedschaft ist von elementarer Bedeutung.
Wir danken Ihnen, unseren Mitgliedern, für konstruktive Anregungen. Besuchen Sie zahlreich unsere angebotenen Veranstaltungen. All denen, die zum Wohl unseres Vereins im vergangenen Jahr gewirkt, die zum Gelingen der Vereinsnachrichten beigetragen haben, wie auch den Inserenten, danke ich herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung.
Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jagdjahr mit viel Anblick und Waidmannsheil auf all Ihren Wechsel und Wegen. Genießen Sie die Freude an der Jagd, die Begegnung mit Freunden und Gleichgesinnten. Pflegen Sie das Brauchtum und das echte Beisammensein sowie das gemeinsame Jagen. Jagen Sie waidgerecht und schöpfen Sie Kraft aus der Natur. Lassen Sie sich von der Schöpfung immer wieder begeistern! Leben Sie jeden Tag glücklich und mit Freude. Jagen befriedigt unsere zutiefst menschlichen Bedürfnisse – und ist ein Innehalten in einer Welt, die uns immer irrationaler erscheint. Bleiben Sie gesund, hoffen wir auf Frieden in dieser
irren Welt!
Herzlichst und mit Waidmannsheil!
Ihr
Dr. Rudolf Leinweber
1. Vorsitzender

Stellvertretender Vorsitzender
Veit Küllmer
Tel.: 0171 – 330 5127
E-Mail: stellvertretender-vorsitzender@jgv-rhoenvogelsberg.de
Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Jägerinnen, liebe Jäger,
Seit Jahrzehnten streiten Förster, Jäger und Naturschützer über den richtigen Umgang mit den heimischen Wildtieren und dem damit verbundenen Jagddruck in den Wäldern.
Da es unserem Wald jedoch noch nie so gut ging wie heute, sollte die Fortsetzung des Konflikts hinterfragt werden.
Seit den 70er Jahren wird über die Probleme des deutschen Waldes mit dem größten einheimischen Wildtier, dem Rotwild, diskutiert. Dies fresse die Triebe ab, zerbreche mit seinen Geweihen die jungen Bäume und schäle deren Rinde. Die Folge seien riesige ökologische und ökonomische Schäden.
Doch dies sei weniger die Schuld des Rotwildes als vielmehr ein Versagen des Menschen. Durch Trophäenkult und Überhege versage der Jäger als Regulativ des Wildes. Um die Bäume zu retten, müssten die Wildbestände dringend auf ein verträgliches Maß reduziert werden.
Seit dieser Zeit ist das Schlagwort vom sogenannten „Wald-Wild-Konflikt“ niemals zum Erliegen gekommen.
Tatsächlich handelt es sich nicht um einen Konflikt zwischen Wald und Wild, sondern um einen Konflikt unter Menschen mit unterschiedlichen Zielen. Engagierte Förster, bei denen der Baumbestand im Vordergrund steht, liegen im Streit mit leidenschaftlichen Jägern, die sich als Wildfreunde sehen.
Die einen organisieren sich im Ökologischen Jagdverband (ÖJV) oder in der Arbeitsgemeinschaft naturnahe Waldwirtschaft, die anderen sind Mitglieder im Deutschen Jagdverband (DJV).
Kaum eine Jagdzeitschrift wird gedruckt, ohne dass das Problem Schälschäden und Wildbestand thematisiert und heftig diskutiert wird. Und stets fordern die Kritiker der klassischen Jagdpolitik vehement erhöhte Abschüsse als alleiniges waldbauliches Mittel ein.
Die eingeführte und noch immer umstrittene neue hessische Jagdverordnung trägt, bezugnehmend auf die Möglichkeit des Abschusses von Rehböcken bis Ende Januar, sicherlich dazu bei.
Ungeachtet dieser Streitigkeiten wächst der deutsche Wald jedoch munter weiter. Nachdem man ihm Anfang der 80er Jahre noch das große Sterben voraussagte, wofür neben dem sauren Regen auch der Wildverbiss als Begründung herangezogen wurde, ist der aktuelle Waldzustand so gut wie noch nie. Niemals war die Naturverjüngung so üppig und die deutschen Wälder so vorratsreich wie heutzutage.
Wer nun glaubt, ein Massenabschuss des Rot- und Rehwildes sei für derartige Erfolge verantwortlich, der irrt. Tatsache ist, dass es noch nie so viele Wiederkäuer im deutschen Wald gegeben hat wie
heute.
In den 70er Jahren erlegten die deutschen Jäger ca. 40.000 Stück Rotwild, heute sind es knapp 70.000, die Rehwildstrecke sprang von 600.000 auf 1,2 Millionen.
Doch wie gehen forstliche Erfolge einerseits und hohe Wildbestände andererseits zusammen? Der Hintergrund liegt in einer veränderten Jagdstrategie im Wald. Während früher an nahezu 365 Tagen im Jahr das Wild bejagt wurde, konzentrieren sich Jäger und Forstbeamte heute auf großräumige Bewegungsjagden oder auf sogenannte Jagdintervalle.
In kurzer Zeit wird dabei viel Strecke gemacht, der Jagddruck und deshalb auch der Energiebedarf des Wildes werden dadurch gesenkt. Gleichzeitig bieten die umliegenden
Ackerflächen durch Anbau von Energiepflanzen wie Raps und Mais einen noch nie gekannten Äsungsüberschuss, der den Wald zusätzlich entlastet. Die Nutzung von Agrarflächen durch Zwischenfrüchte oder Dauergrünland verringert den Druck auf den Wald zusätzlich.
Es wäre nun an der Zeit, den anhaltenden Streit zwischen Wild- und Waldfreunden endlich zu begraben und ein vernünftiges Miteinander von Wald und Wild zu propagieren.
Beides ist Natur, beides erfreut uns, beides hat eine Zukunft. Nicht gegen-, sondern miteinander! Doch das zu vermitteln, bleibt eine große Aufgabe für uns alle.
Denn der Umgang mit Wild ist eigentlich einfach, schwierig ist der Umgang mit den dazu gehörenden Menschen.
Ihr
Veit Küllmer
2. Vorsitzender

Stellvertretender Schriftführer
Oliver Kottik
Tel.: 0151-42377966
E-Mail: stellvertretender-schriftfuehrer@jgv-rhoenvogelsberg.de
Stellvertretender Schatzmeister
Lucas Werner
E-Mail: stellvertretender-schatzmeister@jgv-rhoenvogelsberg.de
Neues vom Vorstand
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Volker
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Volker2023-12-15 15:28:592023-12-15 15:35:25SMS-Kommunikationsplattform der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg
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Volker2022-06-03 12:37:332022-06-03 12:39:46Synopse Bundesjagdgesetz und Hessisches Jagdgesetz – 03.06.2022
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Volker2021-12-19 17:55:362021-12-19 18:00:38ARD-Mediathek: Die Ratgeber „Wildfleisch aus dem Discounter“ – 19.12.2021


