ASP-Probeneinreichung und Kapazitäten im Hessischen Landeslabor

anbei übersenden wir Ihnen eine wichtige Information des HMLU und des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor (LHL). Bitte leiten Sie diese dringend an Ihre Mitglieder weiter.

Vorab eine sehr positive Nachricht: In den vergangenen 4-5 Wochen (vom 03.07.-05.08.2025) gab es in den von der ASP betroffenen Landkreisen nur noch 29 ASP-positive Befunde. Dies ist insbesondere den Jägerinnen und Jägern zu verdanken, die dort, wo es erlaubt ist, das Schwarzwild intensiv aber waidgerecht jagen. Der Bestand wurde auch durch die Seuchen deutlich reduziert und somit die Verbreitung als auch die lokale Viruslast bestmöglich eingedämmt. In diesem Jahr kam es erfreulicherweise noch zu keinem weiteren Eintrag in einen schweinehaltenden landwirtschaftlichen Betrieb.

Landeslabor meldet Kapazitätsengpass

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) meldet jedoch derzeit ein sehr hohes Aufkommen an ASP-Blutproben aus Gebieten außerhalb der ASP-Sperrzonen I und II, so dass die Laborkapazitäten an manchen Tagen bereits erschöpft sind.

Deshalb unsere eindringliche Bitte:

  • Bitte senden Sie aus den Regionen außerhalb der Sperrzonen I und II nur Blut- oder Gewebeproben von sogenannten „Indikatortieren“ über die Kreisveterinärämter ein.
  • Indikatortiere sind: Wildschweine, die verendet aufgefunden werden (auch nach Verkehrsunfällen) oder z. B. als krank bzw. als seuchenverdächtig angesprochenes Schwarzwild.
  • Eine Beprobung von gesund angesprochenen Wildschweinen außerhalb der Sperrzonen ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Dadurch werden Laborkapazitäten gebunden, die dringend benötigt werden, um das Schwarzwild aus denn Sperrzonen zu beproben.
  • Beim Einreichen von Proben, die außerhalb der Sperrzonen gewonnen wurden, kann es daher künftig auch zu einer Berechnung der Laboraufwendungen kommen.
  • Deshalb: Bitte außerhalb der Sperrzonen I und II nur Proben von Indikatortieren abliefern!

Herzliche Grüße und Waidmannsheil

Markus Stifter
Pressesprecher