Teilrückstufung der ASP-Sperrzonen im Kerngebiet Beta – Erfolg gemeinsamer Anstrengungen

 

 

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Sehr geehrte Jägerinnen und Jäger,

Sie erhalten eine Pressemitteilung des Landesjagdverbandes Hessen e. V. (LJV) zur Information und Weiterleitung.

Bitte beachten Sie: Die Teilrückstufung der ASP-Sperrzonen im Kerngebiet „Beta“ wird über aktualisierte Allgemeinverfügungen (AVV) von den jeweiligen Landkreisen umgesetzt. In der Regel treten die neuen Bestimmungen einen Tag nach Bekanntmachung in Kraft.

Erfolg gemeinsamer Anstrengungen / LJV Hessen dankt engagierter Jägerschaft

Die Zustimmung des europäischen Ausschusses SCoPAFF (Ständiger Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel) zur ersten Teilrückstufung im hessischen ASP-Kerngebiet „Beta“ ist aus Sicht des Landesjagdverbandes Hessen ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Teile des Rheingau-Taunus-Kreises sowie angrenzende Flächen im Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, in Wiesbaden und Frankfurt werden damit künftig wieder als ASP-frei ausgewiesen.

Für den Landesjagdverband Hessen ist diese Entscheidung ein starkes Signal: Konsequentes Handeln, enge Zusammenarbeit und der große Einsatz der Jägerschaft vor Ort zahlen sich aus.

Diese Entscheidung ist ein echter Meilenstein für Hessen. Sie zeigt, dass die intensiven Bekämpfungsmaßnahmen erfolgreich waren. Unser besonderer Dank gilt den Jägerinnen und Jägern, den Vertretern von Jagdvereinen und Hegegemeinschaften, die sich seit Monaten mit großem persönlichem Einsatz eingebracht haben, bei der intensiven Bejagung, bei Suchmaßnahmen und durch die Unterstützung vor Ort. Ohne dieses Engagement wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des LJV Hessen.

 

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Symbolfoto: Bache im Frühling, Bildquelle: KauerMross/DJV

Die Rückstufung war nur möglich, weil umfangreiche Voraussetzungen erfüllt wurden. Dazu gehörten unter anderem mehr als zwölf Monate ohne neuen ASP-Fall in den betroffenen Flächen, intensive Kadaversuchen mit Hunden und Drohnen, dokumentierte Abschusszahlen sowie eine deutliche Reduzierung der Schwarzwildbestände.

Der Landesjagdverband Hessen sieht sich durch die erfolgreiche Seuchenbekämpfung auch in seiner grundsätzlichen Haltung bestätigt, dass verantwortungsvolle Jagd ein wichtiger Dienst für die Allgemeinheit ist.

„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich deutlich, wie unverzichtbar die Jägerschaft für unsere gesamte Gesellschaft ist. Jagd bedeutet nicht nur Nutzung, sondern Verantwortung für Tiergesundheit, Seuchenprävention, Natur und ländliche Räume“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger weiter.

Zugleich ruft der LJV dazu auf, in den Anstrengungen nicht nachzulassen. Für weitere Rückstufungen, insbesondere im Kerngebiet „Alpha“ in Südhessen, seien weiterhin eine konsequente Schwarzwildreduktion, funktionierende Zaunbarrieren und hohe Wachsamkeit erforderlich.

Der Landesjagdverband Hessen dankt dem Hessischen Landwirtschaftsministerium, den beteiligten Landkreisen, insbesondere den Veterinärbehörden, den Kommunen, der Landwirtschaft sowie allen weiteren Einsatzkräften für die konstruktive Zusammenarbeit. Gemeinsam sei ein wichtiger Schritt erreicht worden.

Herzliche Grüße und Waidmannsheil

Markus Stifter
Pressesprecher